Schwangerschafts-Shutdown schon vor Corona (Babybelli-Mum)

Schwangerschafts-Shutdown schon vor Corona (Babybelli-Mum)

Als die liebe Tante Kati mich fragte, ob ich nicht Lust hätte während meiner 3. Schwangerschaft einen Blog zu schreiben war ich ehrlich gesagt erst etwas stutzig. Persönlich lese ich gern immer wieder andere Mami-Blogs oder hole mir kreative Ideen für meine Arbeit als Lehrerin in zahlreichen Blogs – aber selbst einen zu schreiben…nun gut für die Patentante meiner Jüngsten die mich bei beiden Geburten unterstützt hat, mache ich das doch gerne.

Doch vorab noch ein paar kurze Infos zu mir. Ich bin 33 Jahre alt, bin glücklich verheiratet mit meinem Mann Benny, der gleichzusetzend mit einem Cousin mit Kati von der Wiege an durchs Leben turnt, habe 2 Töchter im Alter von 5 und 2 Jahren und kugle derzeit mit meinem 3.Wunder in der 21.Woche durch die Hoch und Tiefs der Corona-Zeit.

Leider war ich noch nie sonderlich gesegnet, was meinen gesundheitlichen Zustand in den Schwangerschaften betrifft. Mich hat es bei allen drei Schwangerschaften übelkeitstechnisch und mit Komplikationen, die mich zum zeitweisen Liegen verdonnert haben, komplett außer Aktion gesetzt. Bei der ersten Schwangerschaft lag ich 2 Wochen im Klinikum, starkes Erbrechen bis zur 21. Woche. Schwester Kati besuchte mich regelmäßig während meines Klinikaufenthaltes und damals schon als Team mit Claudi. Neben den erheiterten Telefonaten meiner sehr alten Zimmernachbarin, die ihren Freundinnen stets von meinem Gesundheitsstatus berichtete „woisch, der gats wie der Prinzessin Kate, so schlecht, sooo schlecht…“ war das immer eine sehr erfreuliche Abwechslung.
Die zweite Schwangerschaft verbrachte ich am Tropf im Wohnzimmer meiner Eltern, die während Benny arbeiten war, die Betreuung meiner ersten Maus übernahmen – hier ging der schlimme Verlauf bis zur 25. Woche. Meinem Hausärzte-Team bin ich heute noch sehr dankbar, dass sie mir auf diesem Weg ein Zuhause-bleiben bei meiner 1. Tochter ermöglichten.
Schon recht früh durfte ich mir immer sämtliche Schwangerschafts-Weisheiten anhören, die es gibt. Von „dein Bauch ist so spitz, das wird bestimmt ein Junge!“ bis hin zu „dir ist so schlecht, das wird bestimmt ein Mädchen!“ Letztere These mag zunächst stimmen, da ich ja auch zwei wundervolle Töchter bekommen habe…ABER und damit kommen wir zur klaren Widerlegung, bin ich nun mit einem Jungen schwanger und mir geht es keinen Furz besser! Dieses Mal habe ich zwar das Glück, etwas gestärkter und ohne Infusionen aus meinem knapp 4-monatigen Schwangerschafts-Shutdown zu gehen. Dies habe ich meiner tollen Ärztin, die immer up to date ist und mir ein neues Medikament gegen meine extreme Schwangerschaftsübelkeit verschrieb, zu verdanken. Nichts desto trotz, waren die letzten Wochen – Monate – für mich schon die reine Ausgangsbeschränkung und ich habe wie bei den beiden anderen Schwangerschaften das Gefühl, mir fehlen, wie bei einem Filmriss, unzählige Wochen.

Und jetzt – wo ich endlich wieder Lebensdrang in meinen Adern spüre, ich auf dem Weg der Besserung bin, soll /darf/muss sich nichts ändern für mich, weil so ein kleines hässliches Virus einfach mal kurzum die ganze Welt lahm legt…alle auf ihre Zimmer schickt…auf das Zimmer wo ich doch gerade nach 4 Monaten her komme? Unfair – unfair wie so viele Dinge, die uns alle gerade mit harter Wucht treffen und unser Leben komplett auf den Kopf stellen. Trotz der beruhigenden Versuche der Ärzte, dass davon auszugehen ist, dass dem ungeborenen Baby nichts passiert, bleibt die innerliche Mama-Stimme „hoffentlich geht es dir da drin gut – ich werde dich mit allem beschützen was ich habe!“ Und alles was ich habe befindet sich momentan einfach ZUHAUSE – also bleib ich da – auch wenn es weitere Wochen für mich sind. Es bedeutet eine Umstellung für uns alle – Kinder, wie Mamas, Papas, Omas und Opas und unseren Freunden.
In dieser Zeit lasse ich euch an meiner Schwangerschaft und meinem derzeitigen Leitgedanken „die ganze Welt ist ein Irrenhaus – aber hier ist die Zentrale“ gern teilhaben.

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